Die Atemschutzgeräteträger der Abteilung Göttelfingen absolvierten am Samstag einen intensiven und abwechslungsreichen Übungstag, um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein. Neben theoretischen Grundlagen standen praktische Stationen in der Sporthalle und eine realitätsnahe Einsatzübung unter nahezu Nullsicht auf dem Programm.

Wissen auffrischen im Theorieblock

Zu Beginn des Übungstages trafen sich die Einsatzkräfte, um grundlegende Handgriffe und Sicherheitsregeln im Unterrichtsraum aufzufrischen. Einsätze unter Atemschutz zählen zu den gefährlichsten Aufgaben im Feuerwehralltag, weshalb Abläufe und Regeln fehlerfrei sitzen müssen. Neben taktischen Grundsätzen diskutierten die Teilnehmenden auch Erfahrungen aus vergangenen Einsätzen.

Drei Stationen in der Halle

Im Anschluss wechselte die Gruppe in die Sporthalle, wo drei praxisnahe Stationen vorbereitet waren. Zunächst wurde das Vorgehen bei einem verunfallten Kameraden trainiert, wofür eine spezielle Atemschutz-Notfalltasche zum Einsatz kam. Diese Tasche enthält eine separate Atemluftflasche sowie weitere Ausrüstung, um in Not geratene Einsatzkräfte direkt vor Ort mit frischer Luft zu versorgen.

An der zweiten Station stand die richtige Türprozedur im Fokus. Bevor eine brennende Wohnung betreten wird, müssen Feuerwehrleute die Tür vorsichtig prüfen und Rauchgasdurchzündungen mit kurzen Sprühstößen aus dem Hohlstrahlrohr verhindern.

Für die dritte Station ging es sportlich zu: auch beim Hallenfußball trugen die Feuerwehrleute ihre komplette, rund zwanzig Kilogramm schwere Ausrüstung samt Maske und Pressluftatmer. Dieses schweißtreibende Trainingsspiel forderte die körperliche Ausdauer und trainierte die Kondition für den Ernstfall.

Einsatzübung mit dichtem Kunstrauch

Den Abschluss bildete eine anspruchsvolle Einsatzübung in einem alten Wirtschaftsgebäude. Mittels einer Nebelmaschine wurde das Gebäude vollständig verraucht, sodass die Trupps im Inneren die Hand vor den Augen kaum erkennen konnten. Unter realistischen Bedingungen galt es, vermisste Personen im Gebäude zu lokalisieren und zügig ins Freie zu retten.

Ein herzlicher Dank gilt der Familie Mauch, die ihr Gebäude unkompliziert für dieses wertvolle und praxisnahe Training zur Verfügung gestellt hat.